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Bezahlsysteme  
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08.09.2007 grenzüberschreitender Bezahlverkehr
26.01.2008 Single Euro Payments Area - SEPA
25.01.2008 Bezahlen mit dem Handy
09.01.2008 Bustransfer
17.12.2007 neue Bezahlverfahren
19.06.2008 Bezahlen im Internet
31.10.2007 Kontoverbindungs-Phishing
05.10.2007 Lastschrift führend
02.10.2007 Nutzung und Handel im Internet
20.09.2007 SEB-Homebanking. Desaster 2.0
02.09.2007 Update: Geldwäsche
20.08.2007 Bankenkrach in der Zweiten Welt
14.08.2007 Nigeria Connection ( Nigeria Connection)
06.08.2007 Update: Micropayment
15.05.2007 Betrug mit alternativen Bezahlsystemen

 
17.12.2007: Im September 2007 berichtete der Cyberfahnder über den grenzüberschreitenden Bezahlverkehr. Ausgehend von den Bankinstrumenten Barzahlung und Überweisung werden die Grundlagen des Zahlungsverkehrs, der bargeldlose Zahlungsverkehr, die Zahlungskarten und schließlich der Bargeldtransfer beschrieben. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Finanzagenten ( Phishing), auf die "Paketagenten", kurz auf die Inkassodienste und die Nachnahme sowie auf die Hawala ( Hawala) eingegangen. Daran schließen die entstehenden Internet-Finanzdienste und schließlich die neuartigen Finanzdienste auf der Basis von Edelmetallen und alternative Systeme im Zusammenhang mit den Linden-$ und Umschlagplätzen wie den Glückspielen an.

Die Finanzinstrumente für den Bezahlverkehr im Internet tauchen in den Meldungen immer wieder auf. Einen gewissen Schwerpunkt bildet dabei das zerbrechliche Öko(nomie)system im Umfeld des Second Life ( Bankenkrach in der Zweiten Welt).
 

zurück zum Verweis zur nächsten Überschrift nach oben Single Euro Payments Area  
 

 
26.01.2008: Am 28.01.2008 tritt mit der Einführung einer vereinheitlichten Überweisung die erste Stufe des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums in Kraft - SEPA. An ihm nehmen neben den 27 EU-Ländern auch Liechtenstein, Schweiz, Island und Norwegen teil (1). Das Verrechnungs- und Überweisungssystem baut auf die Identifikationsmerkmale von IBAN und BIC auf (2).

In der SEPA gilt als einheitliche Verrechnungswährung der Euro. Ihr Ziel ist es, den Zahlungsverkehr innerhalb der gesamten SEPA so reibungslos abzuwickeln wie den Inlandsverkehr, wobei eine bargeldlose Zahlung binnen eines Tages beim Empfänger ankommen soll. 

Spätestens zum 01.11.2009 soll in der SEPA auch das aus Deutschland vertraute Lastschriftverfahren (3) eingeführt werden. Die Widerspruchsfrist im Lastschriftverfahren wird einheitlich auf 8 Wochen nach dem Buchungstag festgesetzt (in Deutschland bisher: 6 Wochen). Wegen missbräuchlicher Lastschriften ohne Buchungsauftrag sind 13 Monate vorgesehen.

Das Lastschriftverfahren ist gelegentlich missbraucht worden für vertragswidrige Mehrfachbelastungen und für vorgetäuschte Forderungen.
 

 
Leidtragend ist dabei in aller Regel die zum Zahlungseinzug angewiesene und von ihrem Kunden getäuschte Bank. Sie vertraut auf die Erklärung ihres Kunden, er sei zum Einzug ermächtigt, und muss die nach Widersprüchen ausgelösten Rücklastschriften und die dabei anfallenden Gebühren tragen, wenn der Kunde keine Kontodeckung hat oder plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht. Acht Wochen sind eine lange Zeit. So lange wird keine Bank warten können, ohne die Auszahlungsverlangen ihres Kunden zu bedienen.

Vermutlich werden einige ausländische Banken ein schmerzhaftes Lehrgeld zahlen müssen, wenn sie sich auf das Lastschriftverfahren einlassen.

(1) Single Euro Payments Area - SEPA, S€PA

(2) International Bank Account Number - IBAN
SWIFT - Bank Identifier Code - BIC

(3) Einzugsermächtigung und Lastschriftverfahren
Lastschrift führend

  

Peter Mühlbauer, Opfer auf dem Altar der Einheitlichkeit. Die EU macht Überweisungen komplizierter und risikoreicher, Telepolis 01.02.2008
 

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25.01.2008: Vodafone und O2 wollen ein neues Bezahlsystem per Handy einführen (1).

Dazu gibt der Kunde bei der Bestellung seine Rufnummer und ein Passwort an. Er erhält dann eine SMS und autorisiert mit einer Antwort darauf die Zahlung. Die Kombination aus Kenntnis des Passworts und Besitz des Handys bietet prinzipiell mehr Sicherheit als etwa der nur durch ein Passwort geschützte Zugang zu PayPal (ohne Sicherheitsschlüssel).
 

 
Der Zahlungsempfänger erhält keine Kontodaten des Käufers. Der Mobilfunkprovider ziehe vielmehr den Betrag per Lastschrift von seinem Kunden ein und überweise ihn nach Abzug der noch unbekannten Transaktionsgebühren weiter.

(1) Vodafone und O2 kündigen Handy-gestützten Bezahldienst an, Heise online 25.08.2008
 

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09.01.2008: Über Hawala light berichtet Peter Riedlberger bei : Bargeldtransfer durch Busfahrer auf Routen in entlegenen Gebieten (1).

Ansonsten berichtet der Beitrag im Überblick über die Instrumente, die auch schon der Cyberfahnder beschrieben hat: grenzüberschreitender Vermögenstransfer.
 

 
(1) Peter Riedlberger, Entwicklungshilfeministerium tut was für Entwickler. Mit Webdesign gegen Busüberweisungen, Telepolis 09.01.2008

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Mit den neuen Bezahlverfahren setzt sich jetzt auch ein Artikel von Moritz Jäger bei auseinander (1). Unter Hinweis auf eine Studie im Auftrag von Bitkom hebt er hervor, dass die klassischen Bezahlsysteme und vor Allem die Lastschrift noch immer führend sind ( Grafik von Bitkom). Auch für die Leser des Cyberfahnders ist neu der Bezahldienst giropay: Hinter dem Dienst stehen die Sparkassen, die Postbank, sowie die Finanz-IT-Dienstleister Fiducia und GAD. Er funktioniert ähnlich wie ... PayPal und arbeitet als Mittelsmann zwischen Käufer und Verkäufer ( giropay). Er kritisiert jedoch das Gebührenmodell des Dienstes, das tatsächlich seiner Durchsetzung am Markt entgegen stehen dürfte ( giropay; Gebühren).

Jäger geht im Einzelnen auf PayPal und den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr ein, auf Click and Buy (Firstgate) und dessen happigen Gebühren ( Click and Buy; Gebühren) sowie schließlich auf T-Pay. In seinem Fazit (neu) differenziert er etwas genauer zwischen Sicherheitsanforderungen und den Besonderheiten des Micropayment.
  

 
Mit dem Koautor Matthias Sternkopf ist am 22.01.2008 ein Update erschienen (2). Sie beschreiben mit der Wirecard eine neue Guthabenkarte (Prepaid), die allerdings recht hohe Gebühren verlangt, und die klassische Debitkarte per Chip und HBCI mit besonderem Lesegerät.

Schließlich gehen die Autoren auf die Vor- und Nachteile der Geldkarte ein.

Unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit des Zahlungsverkehrs kommen sie zu dem Ergebnis, dass Giropay eine langfristig durchsetzungsfähige Alternative zu den klassischen Bezahlverfahren bietet und PayPal und Firstgate sich besonders für die Bezahlung von Kleinbeträgen eignen.

Nicht viel Neues ( siehe Einleitung).

(1) Moritz Jäger, Neue Bezahlverfahren im Internet, tecchannel 17.12.2007

(2) Matthias Sternkopf, Moritz Jäger, Neue Bezahlverfahren im Internet, tecchannel 22.01.2008
 

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© Dieter Kochheim, 29.07.2009