Web Cyberfahnder
über Suchmaschinen und -strategien
  Cybercrime    Ermittlungen    TK & Internet    Literatur    intern    Impressum 
Januar 2009
04.01.2009 Cyberfahnder im Dezember
zurück zum Verweis zur nächsten Überschrift Höchstzahl der Seitenaufrufe
    das Geschehen im Dezember 2008 und
Rückblicke auf das zweite Halbjahr 2008 im Cyberfahnder
 
  Themen im Dezember
 
Aufsätze und Meldungen
  Tabelle: "tiefe" Aufsätze
Seitenaufrufe
  Tabelle: Seitenaufrufe
begehrte Aufsätze
  Tabelle: Dezember
  Tabelle: 2. Halbjahr 2008
begehrte Meldungen
  Tabelle: Dezember
  Popularität der Meldungen auf der Startseite
  Meldungen im 2. Halbjahr 2008
  Tabelle: 2. Halbjahr 2008
 
Fazit


Im Dezember 2008 wurden 25.499 HTML-Seiten (1) des Cyberfahnders aufgerufen. Das ist auch im Langzeitvergleich der höchste Monatswert, den die Webseite je erreicht hat. Ausschlaggebend dafür sind die Meldungen (Tabelle), die alleine mehr als 9.000 Mal aufgerufen wurden.
Seitenaufrufe

BKA-Gesetz. Onlinedurchsuchung

25 Jahre nach dem Volkszählungsurteil des BVerfG passierte das Gesetz zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus die parlamentarischen Gremien und mit ihm wird das Bundeskriminalamt zur Onlinedurchsuchung ermächtigt. Nach dem Urteil des BVerfG vom 27.02.2008 ist damit erstmals wieder die zusätzliche Eingriffsmaßnahme in einem Gesetz verankert worden. Die mit ihr gewonnenen Erkenntnisse sind nicht als Beweise im Strafverfahren verwertbar.

Die Diskussion um die Onlinedurchsuchung trennt selten zwischen den verschiedenen Ausformungen. Mit dem Online-Zugriff an der Quelle wird sowohl die Quellen-TKÜ als auch die Online-Durchsicht (Suche nach Dateien) und die Überwachung der laufenden Aktivitäten umfasst. Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Anordnung bei Gefahr im Verzug, die jetzt dem Richtervorbehalt unterworfen wurde.
Meldungen im Überblick
 

Rückschau und Prognosen

Die Prognosen des Cyberfahnders aus dem Vorjahr sind vielfach eingetreten.

Recht aufwändig ist die Rückschau auf das Jahr 2008 geraten. Sie ist zu einer Art Werkschau auf die rund 400 längeren Texte geworden, die neu in den Cyberfahnder aufgenommen wurden

Hervorzuheben ist die Entdeckung der Modularität, der sich die wichtigsten Aufsätze im Jahr 2008 gewidmet haben.

Den thematischen Schwerpunkt bildete 2008 die sich gewandelte Cybercrime, wovon auch andere Quellen berichten. Im übrigen berichten die Rückblicke über geheime Ermittlungen, Tendenzen im Strafverfahrensrecht und technische Fragen.

Die Prognosen für 2009 fallen dürftiger aus und bestehen im Wesentlichen darin, dass sich die Tendenzen aus 2008 fortsetzen werden. Das sagen aber auch andere Quellen.

In 2008 hat sich der Cyberfahnder mehr und mehr auf die Meldungen konzentriert. Das ist auch nicht falsch, weil die grundlegenden Themen, die einer zusammen fassenden Erörterung bedürfen, im Wesentlichen abgearbeitet sind.

Die weitere Entwicklung ist nicht vorherzusehen, weil sie sich an den aktuellen Ereignissen und an dem Machbaren ausrichten werden.

Spannend bleibt es allemal.
 

zurück zum Verweis Themen im Dezember
   

 
Im Dezember wurden sehr unterschiedliche Themen angesprochen. 

Im Zusammenhang mit der Cybercrime sind besonders McAfee's Jahresbericht über die virtuelle Kriminalität 2008, über die Strafbarkeit des Skimmings, über die Umleitungen zu manipulierten Webseiten und die dazu verwendete Malware hervorzuheben, die überraschende Überlebensfähigkeiten offenbart ( Srizbi lebt).

Tiefere praktische Erklärungen liefern die Beiträge über die Datenspionage mit Google, wobei es um Suchstrategien und Einstellungsmöglichkeiten geht, und über das Tunneln mit Small Sister.

Der illegale Datenhandel war ein beherrschendes Thema mit mitunter seltsamen Wendungen ( Daten statt Stollen). Weitere Fragen zum allgemeinen Strafrecht werden wegen der Trickbetrüger und der Wiederholung des Milgram-Experiments angesprochen ( Autorität und Folter). Daneben ist auch das Hackerstrafrecht zum Thema geworden ( Gefährdung des Standortes).
 

 
Würdigungen besonderer Art haben ein legendäres Auto ( Tin Lizzy wurde 100) und die Schriftsteller-Brüder Strugatzki erfahren, wobei besonders auf die beiden jüngsten Romane von Boris Strugatzki hinzuweisen ist.

Andere Beiträge befassen sich mit der teuersten Domäne im deutschen Namensraum ( kredit.de), mit den Zuwachszahlen in China und Seekabelausfällen im Mittelmeer.

Dem Strafverfahren widmen sich drei kleine Beiträge.

Seit dem Juli 2008 wurden die Zugriffe auf den Cyberfahnder intensiv erhoben und statistisch ausgewertet. Die wichtigsten Ergebnisse folgen jetzt.
 

zurück zum Verweis Aufsätze und Meldungen
 

 
10/08 modulare Kriminalität Strafrecht
09/08 Kriminalität aus dem Baukasten. Modulare Kriminalität Strafrecht
08/07 leichte, mittlere und schwere Kriminalität Strafrecht
09/07 Organisierte Kriminalität, Vereinigung, Bande Strafrecht
08/08 arbeitsteilige und organisierte Cybercrime Cybercrime
05/08 arbeitsteiliges Skimming Cybercrime
08/07 Skimming (Urfassung) Cybercrime
04/07 Phishing Cybercrime
07/08 Schurken-Provider und organisierte Cybercrime Cybercrime
09/07 Botnetze Cybercrime
11/07 IT-Straftaten ( Einführung, Zusammenfassung) Cybercrime
08/07 IT-Sicherheit, Schwachstellen, Angriffe Security
07/07 Kabel und Netze TK, Internet
12/07 autonomen Systeme und Tiers TK, Internet
05/07 Mobilfunk TK, Internet
10/08 strafprozessuale Eingriffsmaßnahmen Strafverfahren
09/07 Onlinedurchsuchung Strafverfahren
04/08 geheime Ermittlungen Strafverfahren
04/08 BVerfG: Onlinedurchsuchung Rechtspr.
06/07 grenzüberschreitender Transfer von Vermögenswerten Wirtschaft
 

 
Eine förmliche und genaue Unterscheidung zwischen "Aufsatz" einerseits und "Meldung" andererseits ist nicht immer möglich, weil einzelne Meldungen Umfang und Tiefe aufweisen, die einem Aufsatz gleich kommen. Die Meldung über die globalen Sicherheitsbedrohungen ist das beste Beispiel dafür. In der Rückschau habe ich mich damit beholfen, dass ich den einfachen, über einen oder zwei Absätze hinausgehenden Meldungen einen Pfeil () und den ausholenden Meldungen einen Doppelpfeil () zugewiesen habe. Die Aufsätze sind dort mit einem Dreifachpfeil gekennzeichnet () und die, von denen ich meine, dass sie einen besonderen Tiefgang haben, mit einem Vierfachpfeil ().

In der Tabelle links werden die 12 grundlegenden Aufsätze aus 2007 und die 8 in 2008 hinzu gekommenen gezeigt.
begehrte Aufsätze
 

zurück zum Verweis Seitenaufrufe
   
  Dez. 2. Hj.
Ermittlungen 328 2.203
Cybercrime 265 1.630
TK, Internet 207 1.341
  800 5.174

 
  Dez. 2. Hj.
Meldungen, Überblicke 308 988
Monatsübersichten 342 9.075
Themenseiten 410 2.773
Index 1.169 6.996

 

 
Trotz zurückgehender Werte bei den Aufsätzen, der Navigation und der Startseite hat die Popularität der Meldungen dafür gesorgt, dass im Dezember 2008 die meisten Einzelseiten vom Cyberfahnder abgerufen wurden seit seinem Start im April 2007 ( Tabelle unten).

Mit mehr als 41.000 Downloads führen noch die Aufsätze die Halbjahresbilanz an, dicht gefolgt von den Meldungen mit 36.000 Downloads. Die Zeile mit den monatlich aufgerufenen Meldungen zeigt jedoch eine kontinuierliche Erhöhung der Abrufe, die vor den "alten" Meldungen nicht Halt macht. Im Dezember wurden mehr als 9.000 Meldungen aufgerufen.

In letzten Halbjahr entstanden in jedem Monat zwischen 27 (Juli) und 48 Meldungen (Oktober). Zusammen sind es 199 Meldungen mit insgesamt etwa 3 Megabyte Größe.

Auf der Startseite werden nur die Meldungen aus dem laufenden und dem zurückliegenden Monat angezeigt. Auf ältere Meldungen werden die Besucher nur aufmerksam, wenn sie entweder eine Suchmaschine, den Index, also die Stichwortsuche, oder die Navigationsangebote im Cyberfahnder nutzen.
 

 
Die Übersichts- und Navigationsseiten des Cyberfahnders werden hingegen nicht in dem Maße genutzt, dass sie die Abrufe der Meldungen erklären können. 

Im Dezember wurden die Monatsübersichten (Juli bis Dezember) 342 Mal und die Themenüberblicke (Oktober bis Dezember) 308 Mal aufgerufen. Auch die übrigen zusammenfassenden Dienste im Cyberfahnder bleiben weit hinter den Zugriffszahlen wegen der Meldungen zurück (siehe Tabellen links).

Die Erklärung dafür ist, dass die Meldungen in den meisten Fällen als einzelne Seiten per Suchmaschine angesteuert werden.

 

zurück zum Verweis Tabelle: Seitenaufrufe
 

 
  Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
Aufsätze 6.475 7.131 7.131. 7.231 7.108 6.600 41.676
Meldungen 2.990 4.442 5.056 7.103 7.423 9.024 36.038
Nav., Index, Lexikon 2.751 4.655 4.655 4.771 3.807 4.648 25.287
Startseite 7.035 4.951 4.923 5.439 5.628 5.227 33.203
  19.251 21.179 21.765 24.544 23.966 25.499 136.204
 

  Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
Seitenaufrufe je Besucher 2,74 4,28 4,42 4,51 4,26 4,88 4,10

 
136.000 Seitenaufrufe im zweiten Halbjahr 2008, davon allein 25.500 im Dezember, sind ein schöner Erfolg.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Cyberfahnder an ein spezielles Publikum richtet und dafür Themen behandelt, für die kein breites Interesse besteht. Seine Zielgruppe besteht aus den Leuten, die sich für die Strafverfolgung im Zusammenhang mit der Cybercrime interessieren. Diese besondere Kombination wird sonst nicht bedient, jedenfalls nicht in der angebotenen Ausführlichkeit.

Auf diesem Hintergrund scheint es der richtige Weg gewesen zu sein, den Meldungen ein besonderes Gewicht - auch wegen des Seitenlayouts - zu geben. Sie machen es möglich, mit wenigen und manchmal auch mehr Worten auf aktuelle Ereignisse einzugehen und Verweise auf andere Seiten des Cyberfahnders zu bieten. Das könnte ein Grund dafür sein, dass sich die durchschnittliche Anzahl der von jedem Besucher aufgerufenen Seiten auf inzwischen 4,88 erhöht hat. Insoweit ist der Zahlenwert im Dezember 2008 ebenfalls der höchste, den die Webseite bislang erreicht hat.
 

zurück zum Verweis begehrte Aufsätze. Dezember
 

 
      Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
1. 05/08 arbeitsteiliges Skimming 506 467 467 363 693 284 2.780
2. 08/07 Skimming (Urfassung) 280 237 237 206 257 172 1.389
3. 09/07 Botnetze 206 147 147 411 201 161 1.273
4. 04/08 geheime Ermittlungen 159 131 131 135 143 152 851
5. 05/07 Erklärungen zu DNSstuff.com 76 122 122 127 92 151 690
6. 07/08 Schurken-Provider und org. Cybercrime 112 200 200 156 168 139 975
7. 07/07 Kabel und Netze 120 103 103 111 103 127 667
8. 05/07 Suchmaschinen und -techniken 108 106 106 17 137 125 599
9. 05/07 Mobilfunk 127 124 124 123 123 123 744
10. 09/07 Organisierte Kriminalität ... 115 139 139 113 112 115 733
 

 
In der Tabelle links werden die am häufigsten im Monat Dezember 2008 aufgerufenen Aufsätze angegeben. Die beiden Beiträge über das Skimming sind die erfolgreichsten im Cyberfahnder, obgleich man darüber streiten kann, ob es sich bei dieser Erscheinungsform der Kriminalität um Cybercrime handelt. Meine anfänglichen Zweifel haben sich aufgelöst, nachdem ich zu der Überzeugung gelangt bin, dass sie den gleichen Organisationsstrukturen unterliegen.

Von den 10 bestplatzierten Aufsätzen erscheinen 8 bereits in der Aufstellung mit den Aufsätzen mit einer besonderen inhaltlichen Tiefe. Nur 2 "normale" Aufsätze mit Erklärungen zur Suche im Internet sind ebenfalls aufgeführt. Auffällig ist auch, dass 7 der Aufsätze bereits 2007 erschienen sind und in 2008 nur 3 der Platzierten hinzu gekommen sind.
 

zurück zum Verweis begehrte Aufsätze. 2. Halbjahr 2008
 

 
      Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
1. 05/08 arbeitsteiliges Skimming 506 467 467 363 693 284 2.780
2. 08/07 Skimming (Urfassung) 280 237 237 206 257 172 1.389
3. 09/07 Botnetze 206 147 147 411 201 161 1.273
4. 07/08 Schurken-Provider und org. Cybercrime 112 200 200 156 168 139 975
5. 04/08 geheime Ermittlungen 159 131 131 135 143 152 851
6. 11/07 IT-Straftaten. Schutz des Rechtsverkehrs 123 132 132 133 125 110 755
7. 08/07 Skimming (Grafiken) 142 140 140 95 154 77 748
8. 05/07 Mobilfunk 127 124 124 123 123 123 744
9. 07/07 Einführung. Ermittlungsrecht 129 119 119 140 115 112 734
10. 09/07 Organisierte Kriminalität ... 115 139 139 113 112 115 733
      Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
11. 04/07 Phishing 120 128 128 145 92 87 700
12. 08/07 ... schwere Kriminalität 115 121 121 101 121 112 691
13. 05/07 Erklärungen zu DNSstuff.com 76 122 122 127 92 151 690
14. 06/07 ... Vermögenswerten. Bargeldtransfer 112 112 112 187 67 90 680
15. 07/07 Kabel und Netze 120 103 103 111 103 127 667
16. 12/07 autonomen Systeme und Tiers 94 99 99 106 122 110 630
17. 05/07 Suchmaschinen und -techniken 108 106 106 17 137 125 599
18. 05/08 Malware 119 94 94 91 104 76 578
19. 08/08 Einführung. Cybercrime   97 97 121 153 100 568
20. 04/07 strafbare Bombenbau-Anleitungen ... 76 124 124 73 74 83 554
 

 
Die Liste der Halbjahresauswertung wird von typischen Internet-Reiz-Themen angeführt. Die beiden Aufsätze über das Skimming und der über die Botnetze sind mehr als 1.000 Mal aufgerufen worden. Selbst der dritte Beitrag über das Skimming, in dem die Grafiken vergrößert dargestellt und erklärt werden, hat es auf Platz 7 geschafft.

Auf Platz 4 befindet sich der Aufsatz über die Schurkenprovider, in dem häufig der Reizbegriff "Russian Business Network" auftaucht. Das mag seine Popularität erklären.

Mit der Seite 5 aus dem mehrteiligen Beitrag über das IT-Strafrecht haben es die Ausführungen über den Schutz des Rechtsverkehrs in die Liste und dort auf den Platz 6 gebracht. Auf Platz 14 folgt die Seite 3 über den Bargeldtransfer ins Ausland aus dem mehrteiligen Aufsatz über den grenzüberschreitender Transfer von Vermögenswerten.

Die Liste zeigt, dass alle Hauptthemen aus dem Cyberfahnder vertreten sind und dass es zum Beispiel mit der Einführung in das Ermittlungsrecht (Platz 9) auch ein stark juristisch geprägtes Thema in die Bestenliste geschafft hat. Die noch bessere Platzierung der "geheimen Ermittlungen" (Platz 5) erklärt sich damit, dass sie ein Reizthema sind.
 

zurück zum Verweis begehrte Meldungen. Dezember
 

 
      Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
1. 28.10. Warnung vor opendownload.de     0 71 130 201
2. 22.11. Missbrauch fremder Identitäten. Carding       52 112 164
3. 22.10. Phishing mit Homebanking-Malware     30 61 110 201
4. 08.11. Online-Zugriff an der Quelle       49 85 134
5. 05.12. Ich Maria, die russische Frau         83 83
6. 05.12. mehr Interesse an den Meldungen         78 78
7. 07.12 ein Prozent sind Zombies / Srizbi lebt         73 73
7. 06.12. Strafbarkeit des Skimmings         73 73
8. 07.12. parlamentarische Strafvereitler         69 69
8. 08.11. Generalangriff gegen heimliche Ermittlungen       57 69 126
9. 06.12. boshafte Unterstellungen         66 66
9. 23.11. Überredungstechniken       11 66 77
10. 24.11. internationale Skimming-Bande zerschlagen       16 65 81
10. 30.08. schutzrechtlicher Auskunftsanspruch 2 68 70 79 65 284
 

 
Im Dezember wurde am häufigsten eine Meldung aus dem Oktober aufgerufen (siehe Tabelle links, Platz 1), die nicht mehr auf der Startseite sichtbar war. Der Titel enthält ein Reizwort, das den Erfolg (per Suchmaschine) erklärt.

In der Liste der Bestplatzierten sind insgesamt 14 Meldungen aufgeführt, weil einige Plätze doppelt besetzt sind. Nur 6 Meldungen stammen vom Anfang Dezember und 5 aus dem November. Die 4 Meldungen vom Ende des Monats November waren auch im Dezember noch lange auf der Startseite verzeichnet.

Das Konzept, auf der Startseite alle Meldungen aufzuführen, die noch nicht älter als ein Monat sind, scheint richtig zu sein. 10 der 14 bestplatzierten Meldungen wurden im Dezember 2008 auf der Startseite präsentiert und nur 4 sind ausschließlich über andere Navigationshilfen erreichbar gewesen.
 

zurück zum Verweis Popularität der Meldungen auf der Startseite
   

 Popularität der Dezember-Meldungen
 

Popularität der November-Meldungen im Dezember
 

 
Die 35 Meldungen aus dem Dezember 2008 sind 1.377 Mal aufgerufen worden, im Durchschnitt damit jede Seite 39 Mal.

Im laufenden Auswertungsmonat sind die zuerst erschienenen Meldungen erheblich länger sichtbar als die vom Monatsende. Die späteren Meldungen erreichen deshalb zwangsläufig weniger Besucher als die vom Monatsanfang.

Legt man die Dauer in Tagen zugrunde, während der die aktuellen Meldungen im Auswertungsmonat überhaupt sichtbar waren, so ergibt sich, dass die Dezember-Meldungen täglich 2,54 Mal aufgerufen wurden - bei einer Spannbreite von 1,43 bis 4,23 Mal. Den Popularitätsverlauf zeigt die Grafik links oben. Bis zur Monatsmitte sinkt die Kurve langsam bis sie plötzlich steil nach oben ausschlägt. Dieser Ausschlag wurde von der Meldung über die Keylogger-Studie vom 19.12.2008 verursacht. Zum Monatsende hin verringert sich die statistische Genauigkeit und zufällige Einflüsse nehmen zu. Den Spitzenwert am Monatsende hat eine Seite verursacht, auf der zwei kleine Meldungen zusammen präsentiert werden.

Die Meldungen aus dem November 2008 wurden auch noch im Dezember auf der Startseite präsentiert. Sie wurden im Dezember im Tagesdurchschnitt 1,94 Mal angezeigt - bei einer Spannbreite von 0,97 bis 3,61 Mal. Ihre Popularität wird von der Grafik links unten gezeigt. Den Spitzenwert in der Mitte hat die Meldung über den Missbrauch fremder Identitäten verursacht.
 

 
Die Zahlen können nur zurückhaltend bewertet werden:

Die auf der Startseite angezeigten Meldungen werden genutzt.
 
Der Index wird genutzt. Es liegt sehr nahe, dass darüber auch die Seiten des Cyberfahnders aufgerufen werden.
 
Die Monats- und Meldungsübersichten werden nur sehr zurückhaltend genutzt. Der Schluss ist gerechtfertigt, dass über sie nur äußerst wenige Seiten aufgerufen werden. Ihre Pflege kann vernachlässigt werden.
 
Die Navigationsseiten für die Hauptthemen werden sehr stark genutzt. Die Tatsache, dass die Einführung. Cybercrime in der Liste der Top-Aufsätze erscheint, spricht dafür, dass sie auch tatsächlich zur Navigation verwendet werden.
 
Die ständige Popularität einzelner Meldungen und der Aufsätze aus dem Jahr 2007 zeigt, dass die meisten Besucher die Seiten des Cyberfahnders per Suchmaschine erreichen. Das zeigt sich besonders daran, dass zwei Seiten aus mehrseitigen Aufsätzen unter den Top-Aufsätzen erscheinen, ohne dass auch die Startseite des Aufsatzes populär geworden ist.
 
136.000 Seitenaufrufe im zurückliegenden Halbjahr ist die gute Seite der Medaille, 2 tägliche Aufrufe je Meldung im Monat ihres Erscheinens ist hingegen sehr wenig. Allerdings: Die Masse hat es gemacht.

Betrachten wir also die Meldungen in der Halbjahresbilanz:
 

zurück zum Verweis Meldungen im zweiten Halbjahr 2008
   
Mon. Sum. Art. m.Ø je Art. 1. Mo.
07/08 5.986 27 998 37,0 1.012
08/08 5.055 29 1.011 34,9 1.055
09/08 4.702 33 1.176 35,6 1.118
10/08 5.855 47 1.952 40,7 1.548
11/08 2.488 27 1.244 46,1 863
12/08 1.377 35 1.377 39,3 1.377


 

Interessenkurven
 

 
Die 199 Meldungen, die im zweiten Halbjahr 2008 erschienen sind, wurden im Auswertungszeitraum 25.463 Mal aufgerufen, also im Durchschnitt 128 Mal.

Die Tabelle links zeigt die Summen im Monatsvergleich. Danach führt der Juli mit knapp 6.000 Downloads der in ihm veröffentlichten Meldungen (Spalte "Sum.").

Die Spalte rechts außen ("1. Mo.") gibt die Anzahl der Aufrufe im Monat ihres erste Erscheinens wieder, wobei der Monat Oktober die Liste anführt. Dabei scheint sich die Menge der erschienenen Meldungen auch auf die Anzahl der Aufrufe ausgewirkt zu haben. Auch wegen der Aufrufe im Mehrmonatsdurchschnitt (Spalte "m.Ø") führt der Oktober eindeutig und der November fällt hinter ihm deutlich zurück. Setzt man den Mehrmonatsdurchschnitt ins Verhältnis zur Anzahl der in dem jeweiligen Monat erschienenen Meldungen, so ergibt sich ein anderes Bild: Die 27 November-Meldungen wurden im Durchschnitt 46,1 Mal aufgerufen und die 47 Oktober-Meldungen 40,7 Mal.
 


Die Grafik links unten zeigt das Interesse an Meldungen im Mehrmonatsvergleich. Die braune Kurve zeigt die Meldungen aus dem Juli, die grüne die aus dem August und gelbe die Meldungen aus dem September an. Sie haben einen fast gleichen Verlauf. Nach verhaltendem Interesse im Monat des Erscheinens steigt es im zweiten Monat stark an und verläuft sich dann mit abnehmenden Monatswerten. Diese Tendenz zeigt sich auch bei den November-Meldungen (blauer Strich) und bei den Oktober-Meldungen (orange Linie), dort allerdings auf höherem Einstiegsniveau.

zurück zum Verweis Meldungen im zweiten Halbjahr 2008
 

 
      Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
1. 27.07. globale Sicherheitsbedrohungen 22 96 85 87 64 61 415
2. 07.08. arbeitsteilige und org. Cybercrime   109 64 81 58 37 349
3. 20.07. Informationen und Index 33 80 48 49 47 50 307
4. 30.08. schutzrechtlicher Auskunftsanspruch   2 68 70 79 65 284
5. 13.07. Schurken-Provider und org. Cybercrime 44 58 48 53 33 31 267
6. 05.07. BKA: Tatort Internet 48 54 30 34 35 33 234
7. 09.07. Preisgabe des Privaten 46 55 32 36 30 33 232
7. 05.07. Richtlinien für verdeckte Ermittlungen 68 46 31 35 22 30 232
8. 08.10. unlesbare Texte       136 53 40 229
9. 06.07. im Bundesrat gescheitert 56 51 30 32 30 29 228
10. 10.07. China hat überholt 48 56 31 32 31 29 227
      Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 2. Hj.
11. 06.07. Kontinuität und Entwicklung 64 61 22 29 20 30 226
12. 03.07. praktisches Clearing 67 49 28 27 20 29 220
12. 09.07. neues Kilogramm 46 60 28 30 25 31 220
13. 07.07. mehr Risiko für die Bank 51 54 29 32 23 28 217
14. 01.07. 20.000 € im Jahr verdienen 65 41 27 28 24 29 214
15. 06.07. Raubkopien sind ein Qualitätssiegel 60 46 26 29 22 27 210
16. 29.07. Cuil. Masse ohne Klasse 12 54 47 38 29 29 209
17. 08.07. keine Haftung für fremde Wardriver 46 55 27 31 24 25 208
18. 10.07. zuständiges Gericht 45 54 27 31 26 24 207
19. 07.09. Meldungen im Überblick     50 68 50 36 204
20. 18.08. Datenklau und -missbrauch   32 48 35 33 54 202
20. 24.07. Knol. Die andere Strategie 15 67 37 35 22 26 202
 

 
Die Meldungen werden erst populär, wenn sie nicht mehr auf der Startseite des Cyberfahnders sichtbar sind.

Die Tabelle links zeigt die Spitzenreiter der im zweiten Halbjahr 2008 veröffentlichten Meldungen in saldierten Zahlen (2). Unter den ersten Zehn befinden sich 8 Meldungen aus dem Juli, 2 aus dem August und 1 aus dem Oktober, diese zu dem Thema Kryptologie.

Bei den Rängen 11 bis 20 ergibt sich kein anderes Bild. 10 Meldungen entstammen aus dem Juli und je 1 aus den Monaten August und September.

Trotz des nachlassenden Interesses an älteren Meldungen ( Grafik) bleiben sie beharrlich präsent, allein aufgrund der Tatsache, dass sie zur Verfügung stehen. Das zeigt auch ein Blick auf die älteren Meldungen: Sie sind über 28 Seiten verteilt, die im zweiten Halbjahr insgesamt 10.461 Mal aufgerufen wurden, also im Monatsdurchschnitt 1.744 Mal.

Diese Zahlen belegen einmal mehr, dass jedenfalls die älteren Meldungen über Suchmaschinen gefunden und aufgerufen werden.
 

zurück zum Verweis Fazit
   

 
400 neue Texte im Jahr 2008, davon allein 199 Meldungen im zweiten Halbjahr 2008, haben Mühe und Zeit gekostet, die von den Besuchern des Cyberfahnders im vergangenen Halbjahr mit mehr als 136.000 Seitenaufrufen belohnt wurden.

Das thematische Konzept des Cyberfahnders scheint sich darin zu bestätigen, auch wenn er nur ein besonderes Interesse bedient. Unter den 3 Hautthemen hebt sich das Interesse an den Texten zur Cybercrime ab, die Ermittlungen reizen die Besucher zur Nutzung der Themenseite und das Thema Telekommunikation und Internet belegt mit 3 Aufsätzen Spitzenplätze.

Die Meldungen im Überblick sind nicht angenommen worden. Ihre Pflege kann ich künftig vernachlässigen.

Die hier vorgestellte Halbjahresauswertung werde ich nicht fortsetzen. Sie war zu aufwändig und hat nur deshalb Sinn gemacht, um zu überprüfen, ob die Ausrichtung de Cyberfahnders stimmt. Wegen der Meldungen (Faustformel: Jede Meldung wird zweimal täglich aufgerufen) kann man Zweifel haben, aber die saldierten Zahlen stimmen hoffnungsvoll.
 

 
Bei den Prognosen für 2009 halte ich mich zurück und erwarte mit Spannung die Entscheidung des BVerfG zur Vorratsdatenspeicherung, wobei ich mit einer Entscheidung erst am Ende des 2. oder zu Beginn des 3. Quartals rechne. Auch gegen die Änderungen im BKA-Gesetz wird das BVerfG angerufen. Ungeachtet meiner grundsätzlichen Kritik dürfte das BVerfG wenig an der rechtlichen Ausgestaltung auszusetzen haben, weil seine einschlägige Rechtsprechung beachtet worden sein dürfte.

Ebenfalls mit Spannung erwarte ich die nächsten Länderberichte von McAfee. Das Unternehmen hatte sich zuletzt mit seinem Jahresbericht zur virtuellen Kriminalität 2008 gemeldet und leider seinen Bericht über das Social Engineering nur auf Englisch veröffentlicht.

Mein Wunsch nach einer stärkeren Bekämpfung der Cybercrime ist nicht neu. Sie erfordert Ausbildung, Personal und technische Ausstattung, so dass es zunächst eines politischen Willens dazu bedarf, die nötigen Kosten einzusetzen. Nur aus Neigung und Engagement heraus wird man jedenfalls in der Justiz nicht die nötigen Leute finden und aufbringen können.
 

zurück zum Verweis Anmerkungen
 


(1) ausschließlich Textseiten nach strenger Zählung (einschließlich Startseite).

(2) Die Positionen 7, 11 und 20 sind doppelt belegt.
 

 

zurück zum Verweis Cyberfahnder
© Dieter Kochheim, 29.07.2009