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April 2009
04.04.2009 Cyberfahnder intern
     
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Roboter aus Baddeckenstedt

an der Ortsdurchfahrt zwischen Hildesheim und Salzgitter

 
Im März erschien der Aufsatz über das Social Engineering, der die letzte große Lücke in den grundlegenden Themen des Cyberfahnders schließt. Mit 72 Aufrufen schaffte er es leider noch nicht in die Top Ten der Aufsätze ( Tabelle links außen).

Einen Schwerpunkt bilden die Meldungen zum Strafverfahrensrecht. Hervorzuheben sind die grundlegenden Meldungen zum Tagebuch als Beweismittel, zum genetischer Fingerabdruck (und dem Heilbronner Phantom) sowie zur zulässigen Protokollberichtigung (Hauptverhandlungsprototokoll). In diese Reihe gehören auch die Meldungen über das spezielle Beschwerderecht in § 101 StPO, das andere Rechtsmittel verdrängt ( TKÜ), und über den Verfall von Kaufgeld, wobei der BGH seine Rechtsprechung zur Tatprovokation bestätigt und erweitert hat.

IT und Cybercrime sind mit mehreren Meldungen vertreten. Mehr technisch ausgerichtet ist die über Abwehr und Angriff mit virtuellen Maschinen, die in das Thema Virtualisierung einführt. Gefährliche Intelligenz und Angriffe gegen Router und DSL-Modems widmen sich noch ungewohnten Schnittstellen für Angriffe aus dem Netz. Beängstigend ist zudem die Meldung über das Skimming an der Quelle, die über Geldautomaten in Russland berichtet, die wahrscheinlich schon vor ihrer Inbetriebnahme zum Skimmen eingerichtet wurden.
 

 
Das Thema Wirtschaft ist mit zwei Interessanten Meldungen vertreten: über die Transferwährung PED und Chinas neue Orientierung weg vom US-$ als Leitwährung für den internationalen Handel. Mit China befasst sich eine weitere Meldung: Chinese Cyberwar.

Nicht unernst, aber spaßig meinen es die Meldungen über Bugs, die teuerste de.Domänen und schließlich die Weltpolizei ohne Eile.

Die Zugriffszahlen auf den Cyberfahnder, seine Aufsätze und Meldungen werden unten aufgeschlüsselt. Sie zeigen leichte Steigerungen beim Besucherinteresse, ohne die Bestwerte der Vergangenheit zu erreichen. Ein mehr blasser Monat war der März 2009, sowohl was die Attraktivität des Cyberfahnders als auch die Geschehnisse betrifft, über die zu berichten war.

Im Vorgriff auf den April weise ich auf das zulässiges Mikado hin. In einer jüngst veröffentlichten Entscheidung hat das BVerfG die Ermittlungsmaßnahmen der StA Halle bei der Verfolgung der Verbreitung von Kinderpornographie bestätigt und die emotionale Diskussion über eine Rasterfahndung abgeschlossen, die keine war.

Viel Spaß weiterhin mit Ihrem Cyberfahnder!
 

 


Schwankungen

Aufsätze
  Tabellen: Aufsätze
  nicht platzierte Aufsätze

Meldungen
  Meldungen aus ... Januar 2009

Ausblick und Fazit
 

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  03/09 02/09 01/09
Besucher 6.175 5.704 6.441
Seitenaufrufe 28.116 28.552 29.923
Seiten je Bes. 4,55 5,01 4,65

  03/09 02/09 01/09
Lexikon 2.706 2.650 2.679
Index 918 862 1.169
Navigation 1.032 792 800
Suche 292 334 376
 
  03/09 02/09 01/09
Aufsätze 6.417    
Meldungen 8.891 7.305 10.293
       

 
Die Besucherzahl ist im März 2009 wieder leicht angestiegen, die Gesamtzahl der Seitenaufrufe und die durchschnittliche Zahl der Seitenaufrufe je Besucher sind hingegen etwas zurück gegangen.

Deutlich angestiegen sind die Aufrufe der Navigationsseiten zu den Hauptthemen. Leichte Anstiege zeigen auch das Lexikon und der Index. In diesen Zahlen zeigt sich eine Tendenz, wonach die Besucher etwas häufiger im Cyberfahnder suchen. Diese Tendenz zeigt sich hingegen nicht im Zusammenhang mit der Suchworteingabe. Sie ist kontinuierlich gesunken.

Auch die Anzahl der aufgerufenen Meldungen ist wieder angestiegen, ohne jedoch den Spitzenwert aus dem Januar 2009 zu erreichen. Mit 6.417 aufgerufenen Aufsätzen schließt der Cyberfahnder wieder an die Zahlen aus dem Vorjahr an.
  

 
Die Spitzenreiter bei den Aufsätzen bleiben die beiden über das Skimming und über die Botnetze. Die übrigen Ränge zeigen Veränderungen, aber keine Überraschungen. Im Vormonat waren die Aufsatz über die schwere Kriminalität (Platz 3), die Einführung Cybercrime (Platz 8) sowie die Aufsätze über die Onlinedurchsuchung light (Platz 9) und die Organisierte Kriminalität (Platz 10) nicht unter den T3 (Top Ten Titel) vertreten, jedoch in den älteren Platzierungen schon.

Einige Aufsätze sind und bleiben unpopulär (Tabelle ganz rechts). Unverdient, wie ich meine. Das gilt für den über die Malware, die organisierte Cybercrime und besonders über die modulare Kriminalität. Auch der heftig beworbene Aufsatz über das Social Engineering findet kaum Interesse.

Ganz unten rechts sind die Autorenportraits aufgeführt, die nicht zum zentralen Themenspektrum des Cyberfahnders gehören. Die schlechten Ränge von Eschbach und ganz besonders der Gebrüder Strugatzki sind mir ein Rätsel.
  

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  März 2009   VMo
1 Skimming 242 269
  Skimming - 1 167 178
  Skimming - 2 84 81
2 Botnetze 225 262
3 schwere Kriminalität 152  
4 Mobilfunk 143 120
5 Einführung Ermittlungsrecht 141 135
6 Suchmaschinen 136 119
  Schutz des Rechtsverkehrs 136 112
7 geheime Ermittlung 132 186
8 Einführung Cybercrime 122  
9 Onlinedurchsuchung light 121  
10 Organisierte Kriminalität 120  
 

 
  Februar 2009   VMo
1 Skimming 269 792
  Skimming - 1 178 172
  Skimming - 2 81 77
2 Botnetze 262 144
3 geheime Ermittlungen 186 205
4 Einführung Ermittlungsrecht 135 140
5 Schurkenprovider 129 150
6 Mobilfunk 120 130
7 Suchmaschinen 119 137
8 Schutz des Rechtsverkehrs 112  
9 Kabel und Netze 102 139
10 Erklärungen zu DNSstuff 96  
 

 
  März 2009    
1 verdeckte Ermittlungen   10
2 Onlinedurchsuchung   36
3 BVerfG zur Onlinedurchs.   40
  modulare Kriminalität 40
4 organisierte Cybercrime 43
5 geistiges Eigentum   52
  ... Fingerabdrücke   52
6 Malware 53
7 Gefahr im Verzug   62
8 Vermögenstransfer   66
9 Hawala   67
10 Social Engineering 72
   Schätzing 56
  Baxter 48
  Appleton 41
  Eschbach 39
  ... Strugatzki 33
 

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        VMo
1 Keylogger-Studie 12/08  92  
2 Verwertung v.  Zufallserkenntnissen 02/09 84  
3 Überredungstechniken 11/08 81  
4 Kündigung + mob. Botnetz 02/09 75  
5 Abofallen + BSI 02/09 71 66
  Lesestoff f. Anfänger 01/09 71 58
6 Kollisionsangriff 02/09 69  
7 biometrische Erkennung 02/09 66  
8 Standort + Schlangemann 12/08 61  
9 PTB 02/09 60  
10 Conficker + Jargon 02/09 58 36
  

 
        VMo
11 Informationen u. Index 07/08  54  
12 Skimming-Coup 02/09 53 46
  Identitätsdiebstahl 11/08 53  
13 10.000 nachg. Meld. 02/09 51 55
  Social Engineering 03/09 51  
  Tagebuch Beweism. 03/09 51  
14 Diebstahl im Onlinespiel 02/09 49 49
15 Phishing m. Malware 10/08 48  
  spezielles Beschwerderecht 03/09 48  
16 BKA-Gesetz 12/08 47  
  Domänen + Hoeren 03/09 47  
17 Unkenntlichkeit + Werbung 02/09 46 28
18 Betriebsgeh. + neue Welt 03/09 44  
19 Datenverlust + Onlinebanking 02/09 43  
  Vorratsd. Speicherpflicht 01/09 43  
20 Fachverfahren SAP 02/09 42  
  Virtualisierung 03/09 42  
 

 
Die Tabelle links außen zeigt die Top Ten der im März aufgerufenen Meldungen ungeachtet ihres Ersterscheinens. Auf den Rängen 1, 3 und 8 haben sich Meldungen aus 2008 gehalten, die übrigen Platzierungen werden von Nachrichten aus dem Februar beherrscht.

In der Tabelle links Mitte werden Plätze 11 bis 20 angegeben. 4 der wegen Gleichzahlen 17 Meldungen stammen aus 2008. Die Plätze im übrigen werden von Meldungen aus Februar (6) und März (6) dominiert.

unten wird die Häufigkeit der Aufrufe von Meldungen dargestellt, die von Januar bis März 2009 erschienen sind. bemerkenswert ist die Spalte ganz rechts. Sie zeigt, dass die Häufigkeit sehr gleichmäßig ist, so dass es 22 der 31 Seiten aus dem Januar in die Rangliste der Top Ten geschafft haben. Spitzenreiter ist die launige Meldung über die Kommentare zum Cyberfahnder: perfekter Lesestoff für Anfänger.

Die höchsten Aufrufzahlen erreichen die Meldungen aus dem Februar 2009 ( Tabelle in der Mitte). Alle T3-Meldungen und die Plätze 11 bis 13 erschienen bereits in der Gesamtwertung.

links außen werden die Meldungen aus dem März gezeigt. 5 Meldungen aus den T3 sind auch in der Gesamtwertung platziert.
 

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  März 2009 (23 Seiten)  
1 Tagebuch als Beweismittel 51
  Social Engineering 51
2 spezielles Beschwerderecht 48
3 Domänen + Hoeren 47
4 Betriebsgeh. + brave neue Welt 44
5 Virtualisierung 42
6 BSI Sicherheitsbericht 41
7 nachlassender Februar 40
8 Bugs + Weltpolizei 39
9 teuerste de-Domänen 29
10 Domainkarte 24
11 alte Software + Angriff gg. Router 18
  RAF + Taser 18
  PED + anspruchsloser Lohn 18
 

 
  Februar 2009 (21 Seiten)   VMo
1 Verwertung v.  Zufallserkenntnissen 84  
2 Kündigung + mob. Botnetz 75  
3 Abofallen + BSI 71 66
4 Kollisionsangriff 69  
5 biometrische Erkennung 66  
6 PTB 60  
7 Conficker + Jargon 58 36
8 Skimming-Coup 53 46
9 10.000 nachgefragte Meld. 51 55
10 Diebstahl im Onlinespiel 49 49
11 Unkenntlichkeit + Werbung 46   28
12 Datenverlust + Onlinebanking 43  
13 Fachverfahren SAP 42  
 

 
  Januar 2009 (31 Seiten)   VMo
1 Lesestoff f. Anfänger 71 86 56
2 Vorratsd. Speicherpflicht 43 59 68
3 Höchstzahl Seitenaufrufe 35    
4 Jahreswende + BKAG 32    
  Strafanzeige + BarackBerry 32 54  
  Kontoeröffnungsbetrug 32 53  
5 Cyberwar 29 58  
  Standortpeilung 29    
6 Nutzerverh. + vergessene Verf. 28    
  Vorratsdatenspeicherung 28    
7 Klickbetrug + Hotelbuch. 27 86  
  Phishing + Verführung 27 94 76
8 Rekrutierung + Verbrecher 26 60 38
  grenzüberschr. Ferndurchs. 26    
  Justiz in Zahlen 26    
9 Verfassungsbeschw. BKAG 25    
  keine Bad Banks 25    
  Hacking, Datenmissbrauch 25 66  
  Eschbach, neue SF-Autoren 25    
  digitale Muffel 25    
  Autorität und Folter 25    
10 Captchas 24    
 

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Bis zum 01.04.2009 musste das Bundesjustizministerium dem BVerfG über die zweite Sondererhebung der Strafverfolgungsbehörden in Bezug auf die Vorratsdaten berichten. Einzelheiten sind noch nicht bekannt und eine schnelle und abschließende Entscheidung des BVerfG ist ebenfalls nicht zu erwarten.

Merkwürdig ruhig ist es wegen der Onlinedurchsuchung geworden, was sich auch am Besucherinteresse zeigt.

Die Prognosen über die Entwicklung der Cybercrime haben sich tendenziell bereits bestätigt: Neue Schnittstellen für die Angriffe werden gesucht, die Botnetze weiten sich aus, die Angriffe werden zunehmend personalisierter und sind zunehmend auch politisch motiviert. Besonders detailliert und kundig hat McAfee darauf hingewiesen.

Unlängst meldete sich ein Verteidiger bei mir, der einen Beschuldigten vertritt, dem das Ausspähen von Zahlungskartendaten mit dem Ziel des Missbrauchs gefälschter Zahlungskarten mit Garantiefunktion (siehe auch neue Definition der Cybercrime) vorgeworfen wird. Im Verlauf des Telefongesprächs sagte er, dass er meine Webseite kenne und kräftig am Lesen sei. Als er gehört habe, dass das Verfahren, das zunächst bei einer anderen Staatsanwaltschaft anhängig war, nach Hannover abgegeben werde, habe er schon befürchtet, wer dann zuständig sein werde. Er hat recht behalten.
 

 
Aus mehreren Quellen habe ich inzwischen erfahren, dass Skimming-Täter davor warnen, in Deutschland tätig zu werden. Die Leute seien sehr vorsichtig und aufmerksam und die Strafen eher hart.

Chapeau!

Die Reaktionen der Nutzer des Cyberfahnders sind eher verhalten und nicht gerade motivierend. Die Mitarbeiter des Fachkommissariats für Skimming bei der PD Hannover melden sich häufiger und andere Ermittler auch. Impulse, Material und Hilfe erhalte ich hingegen eher nicht. Ich muss mir die Motivation aus den Zugriffszahlen ableiten. Das Macht auf Dauer keinen Spaß!
 

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© Dieter Kochheim, 29.07.2009